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Das ist die Fußball-Weltmeisterschaft in Zahlen

von Stefan Schreiber | 21 Nov. 2022

Die letzten Wochen des Jahres stehen ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Diese beginn am 20. November und endet nach einer Spielzeit von nicht einmal vier Wochen bereits am 18. Dezember. Dann steht fest, wer Titelverteidiger Frankreich nachfolgen wird.

Die Experten sehen eine ganze Reihe von Teams, die grundsätzlich das Potenzial haben, neuer Fußball-Weltmeisters zu werden. Dazu zählt neben Brasilien, Argentinien, Frankreich, England und Spanien auch Deutschland. Für Hansi Flick und seine Spieler geht es auch darum, den schlechten Eindruck von der letzten Fußball-Weltmeisterschaft in Russland vergessen zu machen. Bei den Weltmeisterschaft Wetten rangiert Deutschland derzeit auf Platz sechs, Brasilien gilt als Top-Favorit auf den Titel. Der Fußball ist immerhin die beliebteste Sportart beim Wetten. In Deutschland entfallen rund 55 Prozent aller Wetten auf das runde Leder.

Das Turnier selbst wartet hoffentlich nicht nur spielerischen Superlativen auf, sondern auch mit zahlreichen ungewöhnlichen Fakten. Diese sind in den Zahlen zum Turnier ersichtlich.

Bisher gab es acht verschiedene Weltmeister

Top-Favorit Brasilien ist gleichzeitig auch jene Mannschaft mit den meisten Titeln. Fünfmal konnten die Spieler bereits den Pokal nach Hause holen. Deutschland liegt mit vier Triumphen, gleichauf mit Fußball-Europameister Italien, auf Platz zwei dieser Rangliste. Doch insgesamt gibt es nur acht Mannschaften, die zumindest einmal ganz oben auf dem Siegertreppchen standen. Das sind neben den bereits genannten Teams, Spanien, England, Argentinien, Frankreich und Uruguay. Mit Ausnahme der letztgenannten zählen alle diese Mannschaften auch diesmal zum erweiterten Favoritenkreis.

Deutschland dominiert die Ranglisten

In der ewigen Torschützenliste von Fußball-Weltmeisterschaften liegt ein Spieler aus Deutschland in Front. Miroslav Klose erzielte 16 Tore und überholte damit 2014 den Brasilianer Ronaldo. Bester noch aktiver Spieler ist Thomas Müller. Er könnte sich also nach dem Turnier an die Spitze dieser Rangliste setzen, denn ihm gelangen bisher zehn Tore.

Auch in der Rangliste der Rekordspieler hat Deutschland die Nase vorne. Diese führt Lothar Matthäus mit 25 Spielen an. Doch hier lauert im Hintergrund bereits Lionel Messi. Er hat bisher 19 Spiele bei Fußball-Weltmeisterschaften auf seinem Konto und könnte in Katar den Rekord von Matthäus brechen.

Kürzeste WM aller Zeiten

Mit einer Spielzeit von nur 29 Tagen wird die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar zur kürzesten aller Zeiten. Die Verlegung in den Herbst war durch die hohen Sommertemperaturen am Persischen Golf notwendig geworden. Die 64 Spiele werden also in nur vier Wochen stattfinden. Damit endet eine Ära, denn bereits zur nächsten Fußball-Weltmeisterschaft treten 48 Nationen, statt wie bisher 32 Länder, an.

Tore sind die Würze jedes Fußballspiels. Die torreichsten Fußball-Weltmeisterschaften fanden 1998 in Frankreich und 2014 in Brasilien statt. Damals erzielten die Spieler insgesamt 171 Treffer.

Kleinstes Veranstalterland bisher

Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft von Katar findet im Lusail Iconic Stadium statt. Es fasst 80.000 Zuschauer. Die moderne Arena ist eines jener sechs Stadien, das extra für das Event gebaut wurde. Es verfügt wie auch die anderen Spielstätten über eine Klimaanlage, um erträgliche Temperaturen zu garantieren. Die Stadien befinden sich auf engstem Raum. Der Golfstaat ist das bisher kleinste Land, in dem jemals eine Fußball-Weltmeisterschaft stattgefunden hat. Hier leben rund 2,9 Millionen Menschen. Lediglich zehn Prozent der Bevölkerung haben die Staatsbürgerschaft Katars.

Beim letzten Turnier in Russland kamen mehr als 3 Millionen Zuschauer zu den Spielen. Diesmal rechnet man mit deutlich weniger Fans. Zwar erwartet Katar bis zu einer Million Fans aus aller Welt, doch die Hotelkapazitäten reichen dafür bei weitem nicht aus. Doch für die Übertragung der Spiele erwarten die Verantwortlichen enorme Zuschauerzahlen. Vor vier Jahren waren im Schnitt 191 Millionen Fans vor den TV-Geräten mit dabei, das Finale verfolgten 1.120.000.000 Menschen.

12 Milliarden Euro auf 2 Beinen

Das liegt auch an den Stars, die hier zu sehen sind. Wertvollster Spieler ist der Stürmerstar Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain, dessen Eigentümer das Veranstalterland Katar ist. Sein Marktwert wird auf 160.000 Millionen Euro geschätzt. Doch diese Zahl nimmt sich lächerlich klein aus, wenn man den Gesamtwert aller Teams addiert. Diese sind in Summe 12,46 Milliarden Euro wert. Den wertvollsten Kader hat England mit 1,26 Milliarden Euro. Dahinter nehmen Brasilien (1,14 Milliarden Euro) und Frankreich (1,08 Milliarden Euro) die Plätze zwei und drei ein.

Teuerste WM der Geschichte

Gastgeber Katar hat nicht gespart, als es darum ging, eine beeindruckende Fußball-Weltmeisterschaft auf die Beine zu stellen. Die Kosten für die Durchführung des Events sollen bei unglaublichen 220 Milliarden Euro liegen. Damit übertritt Katar seine Vorgänger um Längen. Am Endes des Turniers geht es jedoch nur noch darum, wer den Siegerpokal in die Höhe stemmen darf.

Dieser ist 36,8 Zentimeter hoch und wiegt etwas mehr als sechs Kilogramm. Er ist innen hohl, das hat wohl auch mit dem Material Gold zu tun. Wäre der Pokal massiv, würde er sechs Kilogramm wiegen. Daher wurden lediglich fünf Kilo 18-karätiges Gold verbaut. Der Name des neuen Weltmeisters wird auf den Boden der Trophäe graviert. Wer dies sein wird, steht am 18. Dezember 2022 fest, dann endet eine weitere Fußball-Weltmeisterschaft der Superlative.

 

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